Mentaltraining – Ausbildung, Tätigkeitsfelder und Perspektiven

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Was macht ein/e Mentaltrainer/in?

Mentaltraining vermittelt Techniken zur Stärkung mentaler Fähigkeiten: Konzentration, Motivation, Gelassenheit und Selbstvertrauen. Mentaltrainer/innen geben dieses Wissen in Vorträgen, Seminaren, Trainings und Workshops weiter – im Sport, im beruflichen Umfeld und in der Erwachsenenbildung. Das Mentaltraining verbindet dabei Erkenntnisse aus Psychologie, Motivationsforschung und Persönlichkeitsentwicklung.
 

Tätigkeitsfelder im Mentaltraining

  • Zielsetzung und Motivation: In Seminaren und Workshops werden Methoden der Zielformulierung und der Selbstmotivation vermittelt und gemeinsam eingeübt.

  • Mentale Techniken: Techniken wie Visualisierung, Affirmationen oder mentale Kontrastierung werden vorgestellt und in Gruppenübungen trainiert – für mehr Konzentration und Selbstvertrauen im Alltag.

  • Stresskompetenz und Regeneration: Teilnehmende lernen wissenschaftlich fundierte Strategien kennen, um Stresskompetenz, Gelassenheit und Erholungsfähigkeit zu stärken. Die Angebote richten sich an gesunde Personen.

  • Emotionale Kompetenz: Workshops fördern das Verständnis für eigene und fremde Emotionen und deren konstruktiven Einsatz im Alltag.

  • Kommunikation: Trainings zu Gesprächsführung und zum konstruktiven Umgang mit Meinungsverschiedenheiten verbessern die zwischenmenschlichen Fähigkeiten der Teilnehmenden.

  • Leistungsoptimierung: Seminare und Teamtrainings unterstützen Gruppen dabei, mentale Techniken für Prüfungs-, Wettkampf- und Auftrittssituationen zu nutzen.

  • Persönlichkeitsentwicklung: Impulsvorträge und Gruppenformate regen zur Auseinandersetzung mit Glaubenssätzen und Selbstbild an und fördern persönliches Wachstum.
     

Voraussetzungen & Fähigkeiten

  • Fundiertes Grundlagenwissen in Psychologie und Trainingsmethodik

  • Abgeschlossene Ausbildung bzw. Zertifizierung im Mentaltraining

  • Freude an der Wissensvermittlung und am Arbeiten mit Gruppen

  • Hohe Empathie, soziale Kompetenz und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit

  • Selbständigkeit und unternehmerisches Denken
     

Einsatzbereiche

  • Sport: Workshops und Teamtrainings für Vereine, Verbände und Mannschaften

  • Unternehmen: Seminare und Impulsvorträge für Mitarbeitende und Führungskräfte, etwa im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

  • Schulen und Bildungseinrichtungen: Vorträge und Trainings zur Stärkung von Lernmotivation und mentaler Stärke

  • Selbständigkeit: Tätigkeit als selbständige/r Vortragende/r und Trainer/in, auch in Online-Formaten (Webinare, Online-Kurse)
     

Verdienstmöglichkeiten

Die Honorare für Vorträge, Seminare und Workshops variieren stark nach Thema, Zielgruppe, Erfahrung und Auftraggeber; verbindliche Durchschnittswerte gibt es nicht. In der Erwachsenenbildung sind je nach Format Tages- und Halbtageshonorare üblich; Online-Kurse ermöglichen zusätzlich ortsunabhängige Angebote. Ein eigenständiges Anstellungsberufsbild „Mentaltrainer/in“ existiert am Arbeitsmarkt kaum – mentale Trainingskompetenzen werden jedoch in Tätigkeitsfeldern wie Training und Erwachsenenbildung, Personalentwicklung oder betrieblicher Gesundheitsförderung geschätzt und nachgefragt.
 

Warum Mentaltraining gefragt ist

Steigender Leistungsdruck, ein wachsendes Bewusstsein für mentale Gesundheit sowie der Fokus auf Resilienz und Work-Life-Balance führen zu einer zunehmenden Nachfrage nach qualifizierten Schulungsangeboten – insbesondere in Unternehmen, in der Erwachsenenbildung und im Sport.
 

Rechtliche Hinweise

  • „Mentaltrainer/in“ ist in Österreich keine gesetzlich geregelte Berufsbezeichnung. Die Tätigkeit wird in Form von Unterricht ausgeübt: Vorträge, Seminare, Trainings und Workshops. Diese Unterrichtstätigkeit unterliegt nicht der Gewerbeordnung (§ 2 Abs 1 Z 12 GewO 1994); eine Gewerbeberechtigung ist dafür nicht erforderlich.

  • Sozialversicherungsrechtlich erfolgt die selbständige Ausübung in der Regel als neue/r Selbständige/r (§ 2 Abs 1 Z 4 GSVG); die Einkünfte unterliegen der Einkommensteuer.

  • Die individuelle, personenbezogene Beratung und Betreuung einzelner Klientinnen und Klienten (Einzelcoaching) ist dem reglementierten Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung vorbehalten (§ 94 Z 46 iVm § 119 GewO 1994); dieser Vorbehalt umfasst auch die sportwissenschaftliche Beratung. Wer solche Leistungen anbieten möchte, benötigt die entsprechende Gewerbeberechtigung.

  • Die Behandlung von Beschwerden mit Krankheitswert (etwa Angststörungen) ist den gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen vorbehalten, insbesondere der Psychotherapie, der klinischen Psychologie und der Medizin. Mentaltraining richtet sich ausschließlich an gesunde Personen.

  • Die Ausbildung schließt mit einem privatrechtlichen Zertifikat des Ausbildungsanbieters ab („Dipl. Mentaltrainer/in“). Dieses Zertifikat ist kein akademischer Grad und keine behördliche Anerkennung; es ersetzt keine gesetzlich geregelte Berufsausbildung, insbesondere nicht den Befähigungsnachweis für die Lebens- und Sozialberatung und keine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf.

Ausbildung zum/zur Dipl. Mentaltrainer/in

Die Ausbildung wird österreichweit angeboten, unter anderem in Linz, Wien, Salzburg, Graz, Innsbruck und Klagenfurt. Sie vermittelt praxisnah die zentralen Methoden und Kompetenzen für eine Tätigkeit als Vortragende/r und Trainer/in im Mentaltraining.
 

Fazit

Mentaltraining bietet eine sinnstiftende und flexible Tätigkeit als Vortragende/r und Trainer/in mit wachsender Nachfrage in Unternehmen, Bildung und Sport. Wer Menschen dabei unterstützen möchte, ihre mentalen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, findet hier ein attraktives Betätigungsfeld – innerhalb eines klaren rechtlichen Rahmens.

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