Fernstudium Dipl. Mobbing- und Gewaltpräventionstrainer/in

Mobbing ist überall verbreitet und in jedem Alter und jeder sozialer Schicht anzutreffen. 
Wurden Sie schon einmal mit Mobbing konfrontiert? In Österreich ein Mobbing-Opfer zu werden, ist nicht schwer. Zu diesem Schluss kommt die OECD in ihrer 2015 herausgegebenen Studie „Skills for Social Progress“, in der Österreich den ersten Platz unter 27 untersuchten Ländern belegt. Österreich ist eines der mobbingstärksten Länder der EU, was mitunter an fehlendem Wissen der Führungskräfte und Pädagogen/Pädagoginnen bezüglich des Umgangs mit Mobbing liegt.

Die Mobbingintervention wird an verschiedenen Stellen angesetzt: Beim Opfer, beim Täter und bei den Arbeitsbedingungen. Lernen Sie Hintergründe und Denkweisen der Opfer und Täter/innen kennen, wie erfolgreich Präventivarbeit geleistet wird und erste Hilfe-Interventionen konstruktiv durchzuführen sind, um Konflikte oder bereits laufende Mobbing-Handlungen ein für alle Mal zu verbannen.
In diesem Lehrgang lernen Sie Grundmuster der Psychologie für Aggressivität, Mobbing und Gewalt kennen und mit welchen Maßnahmen sich negative Verhaltensweisen von Einzelnen und Gruppen ändern lassen. 
Ein weiterer wichtiger Teil ist eine gezielte Selbstreflexion und damit eine Erhöhung der Empathie-Fähigkeit, um Verständnis für die gruppendynamischen Rollen zu erlangen.

Ausbildungsziele und Tätigkeitsfelder

Im Vordergrund dieses Lehrgangs steht die Zusammenführung aller Module und Themenbereiche für eine ganzheitliche Arbeit im Mobbinggeschehen. Diese Kombination ergibt eine wertvolle Qualifikation für alle, die Menschen unterschiedlicher Altersklassen in Vorträgen, Projekten, Kursen, Workshops, Lehrveranstaltungen, Gruppen- und Einzelseminaren ihr Wissen vermitteln wollen. 

Der Lehrgang richtet sich an Personen, die...

  • mit Menschen jeden Alters arbeiten möchten.
  • sich durch eine Zusatzqualifikation eine neue berufliche Chance in ihrer individuellen Arbeit sichern möchten.
  • sich beruflich neu orientieren möchten.
  • in einem Berufsfeld tätig sind, in dem sie bereits mit Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen arbeiten oder sich in Zukunft darauf spezialisieren möchten.

Information

Lehrinhalte

  • Kommunikation und Beratungskompetenz
  • Konfliktmanagement und Deeskalation
  • Gruppendynamik
  • Erkenntnisse der Sozialpsychologie
  • Aggressivität und Gewalt
  • Mobbing
  • Die erlernte Opferrolle
  • Pädagogische Prävention - Kinder & Jugendliche
  • Mobbingintervention - Kinder & Jugendliche
  • Mobbingprävention-/intervention - Team & Berufswelt
  • Selbstvertrauen stärken

Ausbildungsumfang

Gesamt: 699 Einheiten

  • Videofachvorträge und Skripten (Durcharbeiten von Videos und Skripten, Zusammenfassen und Aufarbeiten, weiterführende Recherche  (300 EH)
  • praktische Umsetzung (80 EH)
  • Verpflichtende Coachingeinheiten via Videokonferenz (4 EH)
  • 2 Praxistage (15 EH)
  • Diplomarbeit (250 EH)
  • Abschlussprüfung (50 EH)

Teilnahme-Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Lebenslauf

Abschluss: Dipl. Mobbing- und Gewaltpräventionstrainer/In

Abschluss-Voraussetzungen 

  • 1 positiv, absolvierte Online-Teilprüfung (Multiple Choice)
  • 80 EH Praxisnachweis
  • Nachweis über 4 EH verpflichtende Video-Coaching-Einheiten
  • 2 Praxistage
  • Diplomarbeit
  • bestandene, mündliche Abschlussprüfung

Rechtliche Grundlagen für die Selbständigkeit

Wissensvermittlung in Form der Unterrichtstätigkeit (z.B.: im Rahmen von Vorträgen, Workshops, Seminaren, etc.) sind als solches gemäß § 2 GewO vom Anwendungsbereich der Gewerbeordnung ausgenommen, das heißt, hierfür ist keine Gewerbeberechtigung erforderlich.

Zusätzlicher Hinweis:

Gem. Berufsvorbehaltsgesetz sind bestimmte Tätigkeiten ausschließlich Angehörigen bestimmter Berufe vorbehalten (Ausübung der Heilkunde, Psychotherapie, psychologische Berufe, Hebammen, Heilmasseure ...).
Gesundheitsbezogene (gewerbliche) Berufe dagegen haben das Ziel

  • der nicht medizinischen Gesundheitsvorsorge,
  • das Stärken des Wohlbefindens,
  • Fördern der Vitalität, des Körperbewusstseins und des positiven Körpergefühls,
  • das Verbessern der sozialen Kontakte ..

Gesundheitsbezogene (gewerbliche) Tätigkeiten dürfen unbedenklich nur an nicht kranken und nicht krankheitsverdächtigen Personen ausgeübt werden - Sie dürfen daher nur mit „gesunden“ Menschen arbeiten!
 

Beratung und Info

Wir informieren dich unverbindlich über unsere Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten.