Diana Porsche, Österreichs Olympiahoffnung in der Dressur, im Interview

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Diana Porsche

DIANA PORSCHE, ÖSTERREICHS OLYMPIAHOFFNUNG IN DER DRESSUR, HOLT SICH MIT DER FITNESSTRAINER-AUSBILDUNG BEI DER VITALAKADEMIE WERTVOLLES KNOW-HOW FÜR IHREN SPORT

SALZBURG. Die Vitalakademie hat mit Tischtennis-Europameisterin Liu Jia und Vierschanzentournee-Sieger Thomas Diethart bereits Erfahrungen in der Ausbildung von Spitzensportlern machen dürfen. Nun absolviert die Weltranglisten-Erste (U25) im Dressurreitsport, Diana Porsche, in der Salzburger Vitalakademie ihre Ausbildung zur Diplomierten Fitness- und Gesundheitstrainerin. Vitalakademie-Geschäftsführer Mario Weingartler hat Frau Porsche zu einem Interview gebeten, in dem sie einen spannenden Einblick in den Pferdesport gibt:


Frau Porsche, Sie absolvieren bei der Vitalakademie in Salzburg gerade die Ausbildung zur Fitness- und Gesundheitstrainerin. Welche Bereiche der Ausbildung (Krafttraining, Ausdauertraining, Sensomotorisches Training, Beweglichkeitstraining) können Sie für den Dressurreitsport am besten umsetzen?
Es ist sehr schwierig einen gewissen Bereich auszuwählen, da ich alle Bereiche für den Reitsport extrem hilfreich finde. Das Krafttraining hilft mir beispielsweise meine Rückenmuskulatur entsprechend zu stärken. 

Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit der Vitalakademie und was nehmen Sie als Person von der Ausbildung mit?
Die Professionalität und das genaue Erlernen der einzelnen Module hat mich zur Gänze von der Ausbildung überzeugt und ich kann die Vitalakademie mit gutem Gewissen jedem weiterempfehlen.

Welche Rolle spielt das Thema Fitness im Reitsport generell?
In den letzten Jahren kann man zum Glück ein großes Umdenken bei uns Reitern erkennen. Früher war es eher so, dass nur das Pferd trainiert wurde, aber mittlerweile arbeiten auch die Reiter an ihrer Fitness, um die Pferde sowohl besser mit dem Sitz unterstützen zu können, als auch im Training die Tiere besser verstehen zu können. Ich denke, jeder der einmal einen Muskelkater hatte, weiß wie schrecklich es sich anfühlt, am nächsten Tag direkt drauf zu trainieren und genauso ergeht es den Tieren; auch sie brauchen genügend Zeit um sich zu regenerieren, nur um ein Beispiel zu nennen, wie Fitness und Reitsport zusammenhängen. Eine Person, die selbst noch nie etwas gefühlt hat, kann auch in der Hinsicht ein Pferd nicht verstehen. 

Die Einheit von Körper und Geist, die Verbindung Mensch und Pferd, die Harmonie von Bewegung und Musik sind für mich als Beobachter die schönsten Elemente im Dressurreitsport. Was macht für Sie die Faszination aus? Was spürt man als Reiterin während der Kür?
Mich fasziniert am meisten, wie man durch gezieltes Training Pferde sowohl körperlich, als auch geistig ändern und verbessern kann. Während einer Prüfung bin ich zu 100% konzentriert bei meinem Pferd und kriege nichts von der Außenwelt mit. Die Musik in der Kür ist mehr für den Zuseher, als für den Reiter. Wenn ich nach der Prüfung den Puls anschaue und sehe, dass er oft bis auf 190 Schläge/Minute rauf geht, merke ich erst wieder, was man als Reiter alles leisten muss und das definitiv nicht nur das Pferd alles macht. 

Sie waren vor etwa drei Jahren bereits die Nummer 1 der Dressur-Weltrangliste U-25. Was sind Ihre weiteren Ziele im Sport?
Mein größtes Ziel ist es, Österreich eines Tages bei den Olympischen Spielen vertreten zu dürfen. Eines meiner kurzfristigen Ziele ist es, meine beiden Nachwuchspferde Douglas und Ravello erfolgreich in den Grand Prix Sport zu bringen. 

Können Sie sich vorstellen, Ihr Wissen auch als Trainerin weiterzugeben?
Da ich immer wieder Anfragen bekomme, habe ich mir natürlich diesbezüglich schon ein paar Mal Gedanken gemacht, aber mit 23 Jahren will ich zuerst an meinem eigenen Erfolg und an meinen Zielen arbeiten. Neben der derzeitigen Ausbildung an der Vitalakademie, meinem Studium im Bereich Sport- und Eventmanagement an der Privatuniversität Seeburg (5. Semester), meinen fünf Pferden und meines eigenen Fitnesstrainings, bin ich auch zeitlich ziemlich eingeteilt und möchte erst einmal alles abschließen.

Wie sieht es eigentlich mit der Fitness von den Pferden selbst aus, wie wird diese am besten trainiert?
Meine Pferde werden wie auch wir Menschen in verschiedenen Bereichen trainiert. Ein großer Bereich im Dressursport ist das Krafttraining, damit sie fit und stark genug sind, um alle schwierigen Lektionen zu schaffen. Cardiotraining machen wir zum Bespiel mit Intervallen, da sie kaum über längere Zeit viel leisten müssen, sondern eher ihre Schnellkraft brauchen. Meine Pferde werden wie Profiathleten behandelt, weil sie Höchstleistung bringen müssen. Das heißt von Physiotherapie, über Akupunktur, richtige Ernährung, Trainingsplan, Aquatraining bis hin zum Chiropraktiker fehlt es den Tieren an nichts. 

Vielen Dank für das Interview, Frau Porsche. Wir wünschen Ihnen vom gesamten Team der Vitalakademie noch eine spannende Ausbildung bei uns und weiterhin alles erdenklich Gute für Ihre Karriere.


Bildnachweis/Copyright: Lily Forado