Sport gegen Schlaflosigkeit

Schlafstörungen zählen mittlerweile zu den häufigsten Volkskrankheiten. Stress, private Probleme oder das Umfeld können dafür verantwortlich sein, dass man schwer einschläft  oder schlecht durchschläft. Die Folgen von Schlafmangel sind nicht zu unterschätzen. Neben Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Übelkeit können schlaflose Nächte auch zu Übergewicht führen. Sport kann hier wahre Wunder wirken! Eine amerikanische Studie belegt, dass  zweieinhalb Stunden Sport pro Woche helfen, besser einzuschlafen und durchzuschlafen.

Ausdauertraining am Morgen
Empfohlen wird ein Ausdauertraining mit mittlerer bis hoher Intensität, wie Radfahren, Laufen oder Schwimmen. Besonders effektiv gegen chronische Schlafstörungen ist das Training in den frühen Morgenstunden. Eine halbe Stunde Ausdauersport vor dem Frühstück macht fit für den Tag und hilft, abends leichter einzuschlafen und besser durchzuschlafen. Mit 2 ½  Stunden Sport pro Woche kann man seine Schlafqualität um durchschnittlich 65 Prozent verbessern.

In den späten Abendstunden sollte man bei Schlafstörungen auf Sport verzichten, denn Bewegung und Anstrengung aktivieren das sympathische Nervensystem. Bis der Körper nach dem Sport wieder auf seinem normalen Level  ist, können einige Stunden vergehen. Um besser einschlafen zu können, sollten die Trainingseinheiten daher am Morgen oder tagsüber absolviert werden.

Schlafmangel macht dick
Wer mit zuviel Kilos zu kämpfen hat, sollte besonders darauf achten, genügend Schlaf zu bekommen. Der amerikanischen Studie zufolge können zu kurze Tiefschlafphasen Übergewicht verursachen. Während der Tests durften die Probanden vier Tage nacheinander nur vier Stunden schlafen. Das Ergebnis des Schlafmangels war bei Männern und Frauen nahezu gleich: eine Veränderung des Hormonhaushalts. Das hatte zur Folge, dass die Teilnehmer über den Tag verteilt mehr aßen, obwohl sie nicht viel hungriger waren, als vor dem Test. Im Schnitt wurden nach der kurzen Nacht etwa 300 Kilokalorien mehr verspeist, als nach einer Nacht mit einer langen Tiefschlafphase. Bei Männern konnten mehr appetitanregende Hormone festgestellt werden – bei Frauen hingegen sank die Anzahl des Hormons, das für das Sättigungsgefühl zuständig ist. Zwei unterschiedliche Faktoren mit dem gleichen Ergebnis: Wer die Nächte durchwacht, läuft Gefahr, am Folgetag mehr zu essen und damit das Risiko für Übergewicht zu erhöhen.

Bei anhaltenden Schlafstörungen können auch energetische Arbeit und Entspannungstechniken Abhilfe schaffen.

Schlaf – Wasserspülung im Gehirn