Ostern und der Mythos vom bösen Ei

Bunt gefärbte Eier gehören zum Osterfest, wie das Amen in der Kirche. An Ostern landen viermal so viele Eier auf unseren Tellern, wie zu jeder anderen Zeit des Jahres. Schon Wochen vor dem Fest lachen uns im Supermarkt, beim Bäcker, ja sogar beim Fleischhauer die bunten Eier mit ihren leuchtenden Farben an. Und doch,  aus Angst vor Cholesterin verzichten viele zu Ostern darauf, oder haben zumindest ein schlechtes Gewissen beim Verzehren. Mit Recht?

Um es kurz zu machen: NEIN!

Manche können Eier und Eiprodukte eigentlich nicht entspannt genießen, weil diese gemeinhin  als Cholesterinbomben angesehen werden, welche ein gesundheitsbewusster Genießer besser meiden sollten. Heute weiß die Wissenschaft allerdings, dass man dem Ei viele Jahre lang unrecht getan hat und gibt Entwarnung. Zwar enthält ein Ei fast doppelt so viel Cholesterin, wie ein Steak, doch ist inzwischen bekannt, dass der Cholesteringehalt im Essen bei der Regulation der Blutfette nur eine begrenzte Rolle spielt. Vielmehr sind  genetische Dispositionen und eine fettreiche Ernährung mit vorwiegend gesättigten Fettsäuren aus tierischen Fetten für zu hohe Cholesterinwerte verantwortlich.

Das Gelbe vom Ei zu Ostern

Mit einem Fettgehalt von gerade mal sechs Gramm pro Stück zählt das Ei zu den Lebensmitteln, die zwar nicht unbedingt täglich, aber doch mehrmals pro Woche verzehrt werden können. Hühnerprodukte enthalten außerdem auch Vitamine und Mineralstoffe: Vor allem das Eigelb ist reich an Karotinoiden, die die Alterungsprozesse im Körper verlangsamen können. Eine Studie der Berliner Charité zeigt, dass Eier von Hühnern aus Freilandhaltung die Haut vor Alterung und Krebs schützen können. Diese Eier enthalten nämlich doppelt so viel der orangen Farbstoffe wie das herkömmliche Hühnerei.

Zusammenfassend sei gesagt: Eier können in Maßen ohne schlechtes Gewissen und mit Genuss verspeist werden.  Mit etwas mehr Bewegung – z.B. einem etwas ausgiebigeren Osterspaziergang – kann das etwas mehr an Cholesterin durchaus wieder ausgeglichen werden.

In diesem Sinne – ein gesegnetes Osterfest

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