Gemüse-Suppenkasper, die zweite: Was tun bei kindlichen Es(s)kapaden

Im letzten Blog-Artikel „Nein, ich esse meine Gemüsesuppe nicht“ waren wir auf Spurensuche, warum Kinder viel zu oft auf Fast-Food abfahren und gesundes Essen verweigern. Im Folgenden nun einige Ratschläge, wie man sich bei kindlichen Es(s)kapaden verhalten kann:

  • Nehmen Sie Vorlieben und Abneigungen Ihrer Kleinen ernst und respektieren Sie diese
  • Schon Baby wissen, was ihnen schmeckt und was nicht, zerstören Sie dieses Gespür nicht.
  • Sie sollten Ihr Kind niemals zwingen, etwas zu essen, was ihm nicht schmeckt, bieten Sie ihm aber das Abgelehnte immer wieder an. Kinder brauchen acht bis 16 Kostversuche, bis sie endgültig wissen, ob sie etwas Neues mögen oder nicht.
  • Dass der Teller leergegessen werden muss, ist eine Quälerei  aus grauer Vorzeit und sollte heutzutage kein Thema mehr sein. Kinder verlernen so, auf das Sättigungssignal zu achten.
  • Setzen Sie Essen nie als Bestrafung oder Belohnung ein. Dadurch verknüpfen Kinder Gefühle mit dem Essen, was eine Basis für Essstörungen sein kann.
  • Seinen Sie kreativ! Verändern Sie Aussehen, Zusammensetzung und Konsistenz der Speisen. Legen Sie das Gemüse nicht vermischt , sondern sortenrein auf den  Teller, achten Sie auf ansprechende Farbkombinationen, pürieren Sie Suppen, damit die Stücke nicht zu sehen sind.
  • Kochen Sie mit Ihrem Kind. Höchstwahrscheinlich wird es alles essen, bei dem es selbst mitgekocht hat.
  • Erlauben Sie Experimente: mit Fingern essen, die Finger ablecken, mit dem Besteck ein Durcheinander auf dem Teller erzeugen. Für Tischmanieren ist später noch genug Zeit.
  • Verkrampfen Sie sich nicht, wenn Ihr Nachwuchs wieder einmal Suppenkaspar spielt.  Ein gesundes Kind verhungert nicht, wenn es eine Zeitlang wenig isst, und es hat keinen Mangel, wenn es einige Tage immer das Gleiche verlangt. Machen Sie aus den Mahlzeiten keinen Kampf, Essen muss entspannt ablaufen, auch wenn es nicht immer einfach ist.
  • Vielleicht bringen Sie es fertig, das Heikel-Sein als etwas Positives zu verstehen. Heikle Esser sind für gewöhnlich bewusste Esser und entwickeln sich später zu kritischen KonsumentInnen.
  • Kinder lernen durch Nachahmen. Seien Sie ein gutes Vorbild!