Gegen Pollen ist ein Kraut gewachsen

Hilfe bei Pollenallergie

Lang ersehnt, aber endlich ist er da - der Frühling. Die Sonne lacht vom Himmel und die Pflanzen beginnen zu sprießen. Die aufkeimenden „Frühlingsgefühle“ sind bei mehr als 15 Prozent der Österreicher – dank Pollen - allerdings mit tränenden Augen, triefender Nasen und geschwollenen Schleimhäuten verbunden. Die allergische Rhinitis, im Volksmund Heuschnupfen genannt, treibt jetzt ihr Unwesen. Doch gegen Heuschnupfen sind Kräuter gewachsen, die auf rein natürliche Weise die lästigen Symptome lindern können.

Wer auf Erle, Hasel, Weide, Buche & Co. allergisch reagiert, würde sich am liebsten im dunklen, kühlen Keller verkriechen. Die Allergie-Erscheinungen sind nicht nur lästig, sondern wirken sich auch negativ auf die Leistungsfähigkeit in Beruf oder Schule aus. Nicht selten tragen hierzu auch die Nebenwirkungen von häufig verschriebenen Kortison-Medikamenten bei. Doch gegen Heuschnupfen sind Kräuter gewachsen, die auf rein natürliche Weise die lästigen Symptome lindern können. Krillöl und Schwarzkümmel bekämpfen anstelle der Symptome die Ursachen von Allergien. Um sich rechtzeitig für die Pollensaison zu wappnen, empfiehlt sich bei beiden Kräutern die Einnahme von bis zu vier Wochen im Voraus. Da vor allem Schwarzkümmel jedoch einigermaßen schnell wirkt, hilft es auch noch, wenn der Pollenflug schon in vollem Gange ist. Bei diesem Kraut handelt es sich nicht um den normalen im Handel erhältlichen Gewürzkümmel, sondern um den ägyptischen Schwarzkümmel. Auch Krillöl, das viele Omega-3-Fettsäuren enthält, reduziert die Beschwerden.

Aber man muss nicht in die Ferne schweifen – auch die heimische Kräuterwelt bietet Hilfestellung

Folgende Tees helfen gegen Allergien:

  • Kamillentee: Kamillentee ist ein natürliches Antihistamin und eine einfache Möglichkeit, Immunität gegen Heuschnupfen aufzubauen. Kamillentee trinken oder ein Stofftaschentuch befeuchten und den Geruch inhalieren.
  • Grüner Tee: Grüntee hemmt die Produktion von Histamin und damit auch das Entstehen von Heuschnupfen.
  • Ingwertee: Ingwertee und Honig wirken schleimlösend, stärken das Immunsystem und wirken wie ein natürliches Antihistamin.
  • Pfefferminztee: Pfefferminztee löst Nasen- und Nebenhöhlenverstopfungen und sollte bei, durch Heuschnupfen verursachtem Husten, kalt getrunken werden.
  • Pestwurz: Pestwurz lindert Entzündungen und blockiert Histamine. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Pestwurz Symptome von Niesen, Kopfschmerzen, juckenden Augen und verstopften Nasennebenhöhlen lindern kann. Personen, die allergisch auf Chrysanthemen und Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) reagieren, sollten sich von Pestwurz fernhalten.

Hausmittel bei Allergien

Wenn die Augen oder die Lider anschwellen und sich entzünden, kann Augentrostkraut Abhilfe schaffen. Tee zubereiten und aus Wattebauschen zwei Augenkompressen machen. Vor der Anwendung gründlich die Hände waschen, um die Augen nicht noch mit anderen Schadstoffen zu reizen. Setzen Sie Ihrem Badewasser folgende Öle zu: Zehn Tropfen Teebaum- oder Eukalyptusöl, fünf Tropfen Pfefferminzöl und fünf Esslöffel Speiseöl. Darin ca. eine halbe Stunde baden. Führt die Dauerheuschnupfen zu krampfartigen Hustenanfällen, dann helfen Ihnen Efeupräparate.

Sobald die Pollen richtig fliegen hilft eine tägliche Nasenspülung mit Salzwasser. Dazu einen Teelöffel Kochsalz in einem Viertelliter lauwarmem Wasser auflösen. Die Lösung in der Nase hochziehen. Das spült die Pollen aus, desinfiziert die Nasenschleimhaut, stärkt sie gegen Pollen.

Bei Kopfschmerzen bringt ein einfacher kalter Gesichtsguss Linderung. Der Kälteschock regt über die Rezeptoren den Stoffwechsel an, bringt den Kreislauf in Schwung und löst die Spannungen im Kopf.
Linderung verschaffen auch zwei Tropfen Pfefferminzöl oder asiatischer Tiger Balm auf Schläfen, über der Nasenwurzel und im Nacken.

  • Haare sind Pollenfänger – deshalb vor dem Schlafengehen waschen
  • Bei einer Niesattacke hilft das Einatmen von Wasserdampf.
  • Der regelmäßige Genuss von Honig gewöhnt den Körper an Pflanzenpollen.
  • Verschleimte Bronchien durch einen Heuschnupfen kann man mit Inhalationen mit Dillöl oder Fenchelöl behandeln. Wasser aufkochen, Öl hinzugeben und die Dämpfe einatmen.

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Dipl. Kräuterpädagoge/-pädagogin