Tanz – Sozialer Baustein der Kulturen

In jeder Kultur ist er in irgendeiner Form zu finden, er verbindet Menschen und dient als eine Art der Kommunikation: Der Tanz. Am Internationalen Tag des Tanzes, der jährlich am 29. April gefeiert wird, feiern weltweit zahlreiche  Menschen ihre Freude an der Bewegung. Mag. Mona Schramke, Referentin der Vitalakademie für Bewegungs- und Tanzpädagogik, spricht im Interview über die Bedeutung des Tanzes für sie und ihren persönlichen Werdegang.

Der Welttanztag existiert bereits seit 1983 und wurde vom Internationalen Komitee des Tanzes und dem Internationalen Theater Institut ins Leben gerufen. Seit dem gibt es jedes eine neue, von einem Künstler verfasste, Botschaft unter der die Feierlichkeiten stattfinden. Die diesjährige stammt von Trisha Brown. Sie sieht Tanz als universelle Sprache, die nicht nur physische sondern auch spirituelle Übung ist. So sieht das auch Mag. Mona Schramke, Referentin für Bewegungs- und Tanzpädagogik an der Vitalakademie.

Ihre Leidenschaft für den Tanz hat sie allerdings schon viel früher entdeckt. Bereits mit 14 Jahren hatte Tanzen einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Sie trainierte unter anderem Jazz, HipHop, Steptanz ehe sie mit 17 Jahren in der damals größten Tanzschule Wiens zu arbeiten begann. Kurz darauf folgte die dreijährige Ausbildung zur geprüften Tanzmeisterin. Faszinierend für Schramke war nicht nur der Tanz alleine, sondern auch das Wesen Mensch, das tanzt. Aus diesem Interesse studierte sie Pädagogik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. Später entdeckte sie die Welt des freien Tanzes für sich, die ihren eigenen Tanz sowie ihre tanzpädagogische Arbeit bereicherten. Ihre „tänzerische Reise“ führte sie in die Bereiche Meditation und Achtsamkeit und schließlich zur Vitalakademie.

© Mona Schramke

Tanzen bedeutet für mich lebendig-Sein und Leben zum Ausdruck bringen. Aber auch Kommunikation und soziales Miteinandersein. Wir tanzen ja meistens in Gruppen. Egal ob frei oder im Training eines Tanzstils – Tanzen war seit jeher ein sozialer Baustein in Kulturen.“

Tanzen hat für Mag. Schramke eine tiefgreifende Bedeutung. Für sie liegt darin die Chance sich selbst wahrzunehmen. Durch Tanz steigt nicht nur das Körperbewusstsein, sondern durch die intensive Beschäftigung und Arbeit mit sich selbst auch das Selbstbvewusstsein. Tanzen hat eine positive Auswirkung auf den menschlichen Körper, der weit über den sportlichen Aspekt hinaus geht. In wissenschaftlichen Studien zeigte sich, dass das Erlernen und Ausüben neuer Bewegungsabläufe im Tanz, in Verbindung mit Rhythmus, Musik und Ausdruck, das kinästhetische Sinnessystem, intensiv aktiviert und trainiert, so Schramke. Hirnarealen, die für Gedächtnis, Sprache, Lernen und Emotionen verantwortlich sind, werden dabei aktiviert und gefördert. Diese Erkenntnisse lässt Mag. Schramke in ihren Unterricht einfließen, um Praxis mit Theorie zu verbinden.

Viele Studierende in ihrem Lehrgang arbeiten im pädagogischen oder Sozialbereich und wollen Tanz in ihren Hauptberuf integrieren. Aber auch viele Profitänzer wollen sich in ihrem Unterricht didaktisch weiterbilden. Für Mag. Schramke sind dabei die Freude am In-Bewegung-Sein bzw. Tanzen und die Liebe zum Menschen Grundvoraussetzungen, um als Bewegungs- und Tanzpädagoge erfolgreich arbeiten zu können.

Wer sich für den Lehrgang der Bewegungs- und Tanzpädagogik interessiert, kann an Info-Tagen in der Vitalakademie mehr erfahren. Der nächste Ausbildungsstart ist bereits Anfang Mai.

Zur Person:

Mag Mona Schramke

Sie unterrichtete 13 Jahre an einer Tanzschule und ist seit 2010 selbstständig als Coach für Körperwahrnehmung, Meditation und Tanz. Seit 3 Jahren ist sie Referentin für Bewegungs- und Tanzpädagogik an der Vitalakademie. Zur Zeit leitet sie dynamische Meditationen und  „MindfulTango“ –  ein Konzept, das Tango-Tanz mit Achtsamkeitstraining vereint. (www.meditas.at) Ihre nächsten Lehrgänge der Bewegungs- und Tanzpädagogik startet bereits Anfang Mai an der Vitalakademie.