Tätigkeitsbereich Fitness- / Personaltrainer/in

Trainingsplanung – ein komplexes Thema

Bei Fitness- und Personaltrainern denkt man automatisch an Fitness-Studios und wie sie Sporttreibenden bei der Benützung der Geräte helfen. Der Beruf ist allerdings viel mehr als das. Den menschlichen Körper zu Höchstleistungen zu bringen erfordert ein gutes Verständnis der biochemischen Vorgänge im Menschen und der Trainingsprinzipien. Dazu gehört die Erstellung eines gut durchdachten und abgestimmten Trainingsplans.

Dieser kann verschiedene Formen haben, je nachdem für wen und über welchen Zeitraum er gestaltet werden soll. Sehr verbreitet ist der individuelle Trainingsplan, bei dem für eine Person der genaue Trainingsverlauf festgelegt wird. Es wird gemeinsam mit dem Trainer das Trainingsziel festgelegt und mit welchen Mitteln und Methoden dieses erreicht werden soll. Ist das Ziel beispielsweise einen Halbmarathon in einer gewissen Zeit zu laufen, so wird ein Trainingszeitraum festgelegt. Innerhalb dieser Periode soll die Leistung kontinuierlich gesteigert werden und zum Zeitpunkt des Wettkampfes ihren Gipfel erreichen.

Der Trainer nimmt eine Trainingsperiodisierung vor, wobei der Zeitraum des Trainings in verschiedene Abschnitte gegliedert wird. Diese unterscheiden sich nach Methoden, Belastungsintensität und können auf das Erreichen eines Teilziels abgestimmt sein. Der Vorteil an dieser Maßnahme liegt in der mentalen Motivation durch die verschiedenen Variationen der Übungen und die Entlastung des Körpers durch wechselnde Belastung. Der kleinste Bestandteil der Trainingsperiodisierung ist die Trainingseinheit. Diese ein bis zwei Stunden des Trainings bestehen aus einem Aufwärmprogramm, einem intensiveren Trainingsabschnitt und dem Abschluss in Form einer Regenerationsphase.

Mehrere Trainingseinheiten stellen einen Mikrozyklus dar. Üblicherweise dauert dieser ein bis drei Wochen. Dabei wird ein Schwerpunkt gelegt, z.B. auf Ausdauer oder auf Kraft, um eine Superkompensation zu erreichen. Darunter versteht man die Anpassung des Körpers auf Belastung. Beim Training geschieht das in Form eines gesteigerten Leistungsniveaus. Das geschieht vor allem in den Erholungsphasen nach starken Belastungen. Daher ist die Abstimmung zwischen Trainings und Pausen so wichtig, damit es nicht zu einem Übertraining und zu Ermüdungserscheinungen kommt.

Die nächste Stufe des Trainingsplans ist der Mesozyklus, der mittelfristige Trainingsplan. Dieser kann von vier bis zu zwölf Wochen dauern. Dabei werden ebenfalls Variationen in der Intensität und den Übungen gewählt, damit es zu keiner Stagnation beim Leistungsaufbau kommt. Mehrere Mesozyklen bilden den Makrozyklus. Darunter versteht man den langfristigen Trainingszyklus.

Die Erstellung eines umfassenden Trainingsplans ist sehr komplex. Oft werden sie in Kombination mit einer abgestimmten Sporternährung erstellt. Es empfiehlt sich auf das Know-How eines ausgebildeten Trainers zu vertrauen anstatt sich allgemeine Trainingspläne aus dem Internet zu besorgen. Ein Personaltrainer liefert Beratung bei Fragen zum korrekten Training und kann individuell zugeschnittene Trainingspläne entwerfen. Es lohnt sich hierbei professionellen Rat hinzuziehen.