Berufsbild Kosmetik

Berufsbild Kosmetik

Von den KosmetikerInnen werden verschiedene Dienstleistungen in den Kosmetiksalons erbracht. Sie führen pflegende, vorbeugende, der Erhaltung der Gesundheit dienende Behandlungen durch und leisten dekorative kosmetische Behandlungen an der Haut, den Nägeln, den Wimpern und Augenbrauen. Sie erklären und beraten die KundInnen über die zum Einsatz kommenden Verfahren und verkaufen ihnen Kosmetikartikel. Grundsätzlich werden Behandlungen nur an gesunder Haut durchgeführt. In manchen speziellen Bereichen, wie beispielsweise bei der Bekämpfung von Akne, wird jedoch mit Ärzten zusammengearbeitet.

Die pflegende Kosmetik besteht zunächst aus Hautreinigung, dem Erstellen einer Hautdiagnose und der Fixierung der Behandlungsart inklusive der einzusetzenden Präparate.

Die KosmetikerIn massiert dann Dekolleté, Gesicht, Hals und Schultergürtel durch Streichen, Klopfen und Kneten oder mittels elektrischer Massagegeräte.
Sie legt bei unreiner Haut Packungen, die warm aufgetragen werden, auf das Gesicht der Kundinnen, lassen sie 20 Minuten einwirken und waschen sie danach wieder ab. Dann wird die Haut mit Lotion gereinigt. Auch Masken kommen zur Anwendung, die nach 30minütiger Einwirkzeit steif werden und eben wie eine Maske abgezogen werden können. Hier wird die Haut nicht nachgereinigt, damit der Wirkstoff weiter wirken kann.

Bei der Entfernung von Körper- und Gesichtsbehaarung wird Kalt- oder Warmharz in Haarwuchsrichtung aufgetragen und nach dem Trocknen gegen die Wuchsrichtung wieder abgezogen.

Von den Händen werden abgestorbene Hautteichen entfernt, spezielle Packungen aufgetragen und die Hände eingecremt. Anschließend folgt die Nagelpflege. Alter Lack wird entfernt, die Fingernägel werden gekürzt, gefeilt und Cremes und Härter aufgetragen. Auch hier kommen zum Teil diverse technische Geräte zum Einsatz.

Die Aufgaben der dekorativen Kosmetik sind Schminken der Gesichtshaut mittels Make-up oder Puder, der Augen mit Kajal, Wimperntusche und Lidschatten, wobei auch künstliche Wimpern eingesetztwerden, sowie das Bemalen der Lippen mit Lippenstift und Lippenpinsel.

Abgerundet wird der Aufgabenbereich der KosmetikerInnen durch die Beratung der KundInnen über die passenden Reinigungs-, Pflege- und Schminkpräparate sowie die richtige Ernährung und über das Anwenden von Entspannungs- und Atemtechniken, um so zu einem möglichst stressarmen Lebensstil zu gelangen.

 

Die Ausbildung

Die Zugangsvoraussetzungen für das Gewerbe der Kosmetik (Schönheitspflege) sind vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit reglementiert. Die Inhalte der Ausbildung entsprechen der Gewerbeordnung und umfassen:

  • Grundlagen der pflegenden und dekorativen Kosmetik in Theorie & Praxis
  • Dekorative Kosmetik
  • Maniküre, Handpflege
  • Pediküre, Fußpflege
  • Körperbehandlungen in der Kosmetik
  • Hygiene, Arbeitshygiene, Unfallverhütung und Erste Hilfe
  • Physik, Apparative Kosmetik
  • Chemie, Präparate & Wirkstoffkunde
  • Anatomie, Physiologie
  • Dermatologie
  • Ernährungs- und Kräuterlehre
  • Marketing, Kostenrechnung
  • Kundenpsychologie
  • Kommunikation, Beratung & Verkauf
  • Fachbezogenes Englisch
  • Bewegung & Sport